Triptychon: Ur-Bewusstsein

Der Mensch drückt sich mit dem „Wort“ aus. Er entwickelte die Sprache um zu kommunizieren. Auch das geschriebene „Wort“ wurde als Nachhaltig empfunden. Dieses Triptychon ist eine Fragestellung bezüglich der Begriffs-Nuancen. Denn wir kennen die verschiedenen Bedeutungen von Wörtern. Aber was passiert wenn man sie in eine fremde Sprache übersetzen möchte?

Ist also ein Zeichen oder ein Symbol universell? Oder geschieht das „nur“ kognitiv mit unserem Ur-Bewusstsein?

 

Verflechtungen der Bilder die zu Gedanken führen, sind wichtige Hintergrundfragen. Was bedeutet das Material und in welchem Kontext steht es?

Workshop by Désirée Wiesendanger

Was brauche ich dazu: Traumtagebuch, meine sortierten Oelfarben, Pinsel, Objektträger, Lappen, Terpentinersatz, kardierte Wolle, Seife, Wasser, starke Finger. Kann in mein Atelier kommen oder zu Hause nachmachen. Anz. Personen: egal

So geht’s: In meinem Atelier sehe ich meinen Farbwagen. Darin sind meine Sennelier-Ölfarben schön nach Farben sortiert. Feine Abstufungen sind wichtig, so das ich die Nuancierungen der Farben erfassen kann. Der Blick auf den Wagen erfreut mich. Ich nehme mein Pinsel, der der mir gerade so gefällt, setzte mich mit Objektträger vor den Farbwagen und nehme mir eine oder mehrere Farben heraus.

Danach schlage ich mein Traumtagebuch auf und wähle einen Satz oder ein Wort das mir ins Auge springt.

Mit diesem Wort oder Satz geht’s weiter. Wie ein Mantra sage ich es vor mir auf, immer wieder.

Mit dem Pinsel trage ich Farbe auf den Objektträger auf, ohne Zwang, dass es ein Bild wird. So kann es eine Farbspur geben und variiert je nach Stärke oder Fasern des Pinsels. Auf dem Objektträger entstehen Pinselspuren und Farbspuren, die ich genauer betrachten kann.

Wenn ich immer noch nicht inspiriert bin, gehe ich ins Filzatelier.

Da suche ich mir Farben aus, die am ähnlichsten zu den Ölfarben stehen. Ich lege die kardierte Wolle nach den Pinselspuren und erwecke so einen 3D Effekt. Meist ist es dieser Zeitpunkt an dem ich die Ordnung die ich geschafft habe zerrstören will. Aber bevor ich aufgebe, nehme ich jetzt nach eigenem Wohlgefallen Filzwolle und lege mit freier Hand eine zweite Schicht. Danach geht es mit Wasser und Seife ans filzen. Dieser Prozess befriedigt mich immer, da ich aktiv den Stoff bearbeiten kann. Zuerst ist man sanft, wird aber immer grober, bis ich den „Lappen“ kneten kann.

Es entstehen dann immer wieder neue Falten und Formen, die mir dann meist zu meiner Inspiration verhelfen.